Weiterhin gibt es für Facebook Probleme mit den deutschen Datenschützern. Nachdem sich letzte Woche der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert negativ über den „Gefällt Mir“-Button geäußert hat, ziehen nun auch andere Bundesländer nach. Denn auch sie sind der Meinung, dass Facebook gegen die rechtlichen Vorgaben verstößt und droht ihren Einwohnern mit Bußgeldern. Doch ist das überhaupt nötig?

Weichert warf Facebook vor, die Userdaten ungefragt zu speichern. Und das, obwohl viele Nutzer angeblich davon gar nichts wissen. Gerade wenn der „Gefällt Mir“-Button auf Internetseiten von Unternehmen eingebunden ist, verrät so manches „Like“ zu viel über einen User. Dass die Daten gespeichert und vermutlich auch weitergegeben werden, dürfte dabei eigentlich jedem bewusst sein. Schließlich bekommt jeder Nutzer die Nutzungsbedingungen bei der Anmeldung angezeigt und muss diesen zustimmen, bevor die Anmeldung greift. Dass sie fast kein Internetuser liest, ist nicht Facebooks schuld.

Man kann jedoch die Meinung der Datenschützer verstehen. Für sie ist vermutlich die Speicherung der Daten nicht das vorrangige Problem, sondern der Umstand das Facebook die User auch lange Zeit nach dem „Like“ noch weiter „überwacht“. Doch Facebook hat nicht allein schuld an der Datenschutzmisere. Statt sich immer und immer wieder über Rechtswidrigkeit zu unterhalten, sollten sich Datenschützer und Politiker vielmehr an der Ausarbeitung neuer Gesetze machen. Schließlich verstößt nicht nur Facebook jeden Tag gegen Richtlinien, sondern auch die User. Das Urheberrecht ist den Datenschützern aber anscheinend nicht so wichtig.