Nach dem „Facebook Copyright Hoax“ kann man die Uhr stellen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen taucht dieses leidige Thema auf und immer wieder fallen Millionen Facebook-User darauf rein. Hintergrund ist die immer wiederkehrende Angst, Facebook wolle sich die Postings seiner User unter den Nagel reißen und diese Inhalte ganz für sich allein haben. Profis wissen, dass das natürlich nicht so ist und trotzdem gehen auch erfahrene Nutzerinnen und Nutzer diesem Phänomen immer mal wieder auf den Leim. Doch was genau hat es mit dem „Facebook Copyright Hoax“ auf sich?

Der "Facebook Copyright Hoax" geht wieder viral

Bild: tulpahn, shutterstock.com

Widerspruch per Bild rechtlich unwirksam

Letztendlich geht es beim „Facebook Copyright Hoax“ darum, dass besorgte Nutzerinnen und Nutzer via Facebook „widersprechen“ wollen. Dieser Widerspruch richtet sich immer wieder gegen die Verwendung der eigenen Inhalte.

Sehr viele User scheinen also zu glauben, dass alles, was sie auf Facebook veröffentlichen, automatisch in den Besitz von Facebook übergeht. Diese Vorstellung ist in der Tat erschreckend – wer will sich schon irgendwo als Werbemittel verewigt wissen?

In Wahrheit hat Facebook nur das Recht (und nimmt sich auch nicht mehr heraus), die Inhalte seiner User zu verbreiten – wobei Facebook das gar nicht selbst tut, denn das passiert durch das Sharing der Nutzerinnen und Nutzer selbst.

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Wer lesen kann ist im Vorteil

Facebook speichert viele Inhalte und macht sie zugänglich. Trotzdem werden zum Beispiel keine Fotos an Werbeagenturen verkauft oder anderweitig monetarisiert.

Schon allein deshalb ist der „Facebook Copyright Hoax“ an sich lächerlich. Wer sich nämlich die Mühe macht und bei Facebook das Kleingedruckte liest, wird sehr schnell erfahren, dass alle Inhalte Eigentum der jeweils Veröffentlichenden sind und bleiben.

Es bringt also nichts, einen Text oder ein Bild auf Facebook zu posten, mit dem man denen man den Nutzungsbedingungen widerspricht. Dazu besteht kein Anlass, zusätzlich ist es allein schon rein rechtlich nicht möglich, auf diese Art und Weise etwas zu widersprechen.

Facebook verdient sein Geld smart

Dennoch: Vor allem zum Jahresbeginn taucht der „Facebook Copyright Hoax“ immer wieder auf. In den USA zieht die Geschichte derzeit erneut große Kreise und geht viral.

Das hat zur Folge, dass die Verunsicherung bei vielen Nutzerinnen und Nutzern noch weiter steigt. Für Facebook selbst keine schöne Sache, denn viele User übernehmen das Posten der „Widerspruchsmeldung“ einfach, machen sich selbst keine echten Gedanken und gehen dazu noch davon aus, damit etwas richtig gemacht zu haben.

Fakt ist, dass Facebook überhaupt nicht darauf angewiesen ist, die Inhalte seiner User zu „besitzen“. Damit soll auch kein Geld eingenommen werden, denn Facebook hat viel bessere Methoden, die Inhalte zu versilbern.

Wer nichts postet, verrät auch nichts

Letztendlich verkauft Facebook keine Daten – nicht mal ansatzweise. Die Strategie beim weltweit größten Netzwerk ist viel smarter: Durch das Verhalten der User auf Facebook werden mit der Zeit Erkenntnisse zu den jeweiligen Vorlieben gesammelt.

Auf Basis dieser Daten kann Facebook seinen Usern Werbung zeigen, die genau auf diese Vorlieben abgestimmt sind – und genau damit wird dann Geld verdient, denn die Werbetreibenden zahlen für diese hochgradig wirksamen Anzeigen.

Der „Facebook Copyright Hoax“ ist also wirklich nur ein (schlechter) Scherz, bestenfalls eine amüsante Fußnote im Facebook-Universum. Wer wirklich Angst um seine Inhalte hat, der sollte sie einfach nicht veröffentlichen – auch wenn das auf Facebook letztendlich ungefährlich ist (mal abgesehen davon, dass auch andere User diese Inhalte sehen können, aber das ist eine andere Geschichte).