Der US-Wahlkampf läuft auf Hochtouren. Präsident Barack Obama will es 6. November noch einmal wissen und macht für seine Person zur  57. Präsidentenwahl kräftig Propaganda, auch im Netz. Über 25 Millionen Nutzer verfolgen seine Pinnwandeinträge auf Facebook. Und damit Google Plus Nutzer ebenfalls nichts versäumen müssen, ist der amtierende US-Präsident seit einigen Tagen dort auch vertreten.

Dass natürlich nicht nur User aus dem eigenen Land diese Seite besuchen, versteht sich von selbst. Doch genau das könnte zum Problem werden. Berichten zufolge hinterlassen hunderte Chinesen auf Obamas Seite regelmäßig Kommentare, kritische wie auch nicht ganz ernstgemeinte oder auch Hilferufe. So fordern einige User die Befreiung Chinas oder fragen nach einer Greencard, meist in chinesischen Schriftzeichen.

Das allein wäre kaum eine Meldung wert, wenn nicht bekannt wäre, dass in China Internetzensur herrscht, Suchergebnisse manipuliert werden, viele Seiten nicht erreichbar sind und es kaum möglich ist, Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu bedienen. Doch Barack Obama hat Glück im Unglück: Seine Google Plus Seite (die mittlerweile bereits über 500.000 Fans hat) ist bislang von Zensur verschont geblieben, womit sich die hohe Zahl an chinesischen Anhängern erklären lässt.

Mancher Nutzer stellt in seinen Kommentaren aber auch Forderungen an den US-Präsidenten persönlich. So wünscht sich ein Google Plus User, Obama möge doch der Kommunistischen Partei Chinas beitreten. Das allerdings wird vermutlich im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampf unerfüllt bleiben.