Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um einen Gastartikel von Felix Beilharz.

Facebook ist im Sportmarketing schon längst angekommen. Die Bundesligavereine haben im weltgrößten Social Network im Schnitt 350.000 Fans um sich versammelt. Selbst der Schwächste der Runde, der 1899 Hoffenheim, kommt noch auf über 41.000 Fans. Ganz anders sieht das Ganze bei Facebooks Konkurrenten Google Plus aus. Das Netzwerk des Suchmaschinengiganten erlaubt seit Ende letzten Jahres ebenfalls Unternehmensseiten. Und auch hier sind die Bundesligavereine bereits aktiv, mit wenigen Ausnahmen (ein Drittel hat keinen offiziellen oder keinen verifizierten Account).

Die Reichweite fällt deutlich geringer aus: „Meister“ HSV kommt so auf knapp unter 9.000 Fans, gefolgt vom FC Köln mit knapp 5.500 Fans. Facebook- und Twitter-Primus FC Bayern schafft hier nur den vierten Platz mit etwas über 2.200 Fans. Das Schlusslicht bildet mit nur 33 Fans der FC Augsburg. Dazu ist allerdings zu sagen: die Unternehmensseiten sind bei Google Plus noch absolutes Neuland. Die meisten Unternehmen nutzen diese neue Plattform noch nicht, wohingegen Facebook und Twitter ja längst zu den etablierten Kanälen gehören. Auch der Funktionsumfang der Google Plus Pages ist noch relativ beschränkt, ebenso die Nutzerzahlen.

Bundesliga-Vereine nutzen Google Plus mit unterschiedlichem Erfolg

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Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Bundesligavereine noch relativ wenig Fans um sich scharen können. A propos Twitter: die Reichweite liegt hier bei den meisten Vereinen zwischen Facebook und Google Plus. Im Schnitt haben die Vereine hier 10.700 Follower. Klarer Favorit ist Bayern München mit über 48.000 Followern. Hoffenheim belegt auch hier den letzten Platz mit gerade einmal knapp über 1.400 Anhängern.

So geht Hoffenheim auch in der Gesamtauswertung (alle drei Netzwerke addiert) als Letzter durchs Ziel: gerade mal 43.000 Fans interessieren sich für die News des Vereins. Bei Bayern sind es dagegen fast 3 Millionen Nutzer. Die Analyse zeigt: bei Google Plus ist für die Bundesliga-Vereine noch viel Luft nach oben. Mit zunehmender Verbreitung des Netzwerks ist auch hier mit steigenden Zahlen zu rechnen. Eine weitere, interessante Analyse wäre die Auswertung der Interaktionen statt der bloßen Reichweite. Denn darum geht es ja eigentlich im Social Web. Nicht (nur) die reinen Fanzahlen sind interessant, sondern vor allem, wie stark die Nutzer interagieren, auf die eigenen Beiträge antworten, sie weiterreichen etc.

Felix Beilharz ist Trainer, Berater und Speaker im Bereich Online Marketing. Seit knapp 10 Jahren beschäftigt er sich mit Suchmaschinenoptimierung, seit 4 Jahren mit Social Media Marketing. Sein zweites Buch „Social Media Marketing: Strategien, Tipps und Tricks für die Praxis“ erscheint demnächst in der zweiten Auflage.