Öfter mal neue Spielereien im Internet. Hand aufs Herz: Das haben wir doch alle gern. „Bottlenose“ ist so eine neue Spielerei. Laut eigener Aussage bezeichnet sich das Tools als DAS neue Social Media Dashboard. Aha. Hat also wieder jemand das Rad neu erfunden? Ich bin ja generell neugierig und schau mir solche Sachen gern etwas genauer an. Und damit davon auch jeder was hat, gibt es nun einen kleinen Testbericht zu „Bottlenose“…

Zunächst: Wie komm ich überhaupt auf „Bottlenose“ und was genau ist das? Ein Tweet von Falk Hedemmann aka @wissenssucher bei Twitter stieß mich auf das neue „smartes social media dashboard“ (so nennen es die Betreiber). Man braucht einen Klout-Score von über 40, um mitspielen zu dürfen. Puh, ein Glück. Hab ich. Also kurz mal angemeldet und zu Anfang orientiert, worum es bei dieser neuen Sache eigentlich geht. Das Video, das die Macher via YouTube anbieten, macht an sich einen interessanten Eindruck.

Aber richtig erkunden kann man solche Dinge wie „Bottlenose“ eben nur dann, wenn man selbst ein bisschen rumschnüffelt. Was also macht dieses neue „Social Media Dashboard“, was andere Tools nicht können? Zunächst kann man sich ganz profan seinen Twitter- und Facebook-Feed anzeigen lassen. Was man also via Twitter und Facebook empfängt, dass kommt bei „Bottlenose“ auf dem persönlichen Dashboard an. Grundsätzlich nicht so spannend. Was das Tool nun aber anders macht, ist die Möglichkeit, seine eingehenden Nachrichten zu sortieren, z. B. nach Zeit oder nach Popularität. Das an sich ist schon mal gar nicht so schlecht.

Wirklich interessant ist auf den ersten Blick aber die linke Navigationsleiste. Hier werden eigehende Nachrichten aufbereitet und sortiert. Das geschieht z. B. nach Typ (News, Video oder Bild) oder ganz generell nach Status (hat man eine DM via Twitter bekommen oder wurde man erwähnt). Das ist ganz nützlich und sorgt für Durchblick.

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Richtig spannend wird es allerdings erst beim Assistenten. „Bottlenose“ ist mit dem Ziel angetreten, einem selbst das Bewältigen des Streams im „Ocean of Social Media“ zu erleichtern. Man soll nicht mehr im Stream „ertrinken“, man soll auf ihm „surfen“. Klingt nett, oder? Erinnert auf jeden Fall an die Anfänge des Internets und ruft und ins Gedächtnis zurück, dass wir alle eigentlich nur locker und entspannt auf dem Datenstrom surfen sollen. Abwegig? Ja, natürlich – wir leben nicht mehr in den späten 1990ern oder den frühen 200ern. Aber: Im Prinzip hat man da bei „Bottlenose“ zumindest nach einem Weg gesucht, die Flut der Nachrichten zu kanalisieren – und das klappt gar nicht so schlecht.

Der Assistent sucht nämlich Nachrichten heraus, die entweder „populär“ sind oder für eine einzelne Person interessant sein können und somit empfohlen werden. Diese Funktion ist durchaus nützlich, sorgt sie doch dafür, dass man auf einen Blick sieht, WAS genau wichtig sein könnte. Logischerweise muss man „Bottlenose“ eine Zeit lang nutzen, damit das Tool die eigenen „Vorlieben“ kennenlernen und verstehen kann. Dann allerdings klappt es mit der Einordnung schon ganz ordentlich

„Bottlenose“ kann man natürlich auch nutzen, um selbst zu posten. Und hier kommt eine weitere Neuheit ins Spiel, die ganz lustig ist: Das Tool erzeugt aus dem, was man tweeten oder bei Facebook posten will, eigenständig passende Hash-Tags. Eigentlich eine feine Sache, lässt sich ein Post so viel einfacher einordnen. Es steht zu vermuten, dass „Bottlenose“ aufgrund dieser automatischen Kategorisierung auch das Profil von Leuten einordnet.

Interessant ist zudem auch noch die Funktion „Sonar“. Mit ihr kann man aktuelle Geflechte in seinem sozialmedialen Netzwerk visualisieren und bekommt so einen ungefähren Überblick davon, wie man selbst oder eine Nachricht vernetzt ist, bzw. welchen Weg sie gegangen ist (oder noch geht). Ähnliches kennt man von den Google Plus Ripples, die man auch in etwa so grafisch darstellen kann.

Bildquellen

Ist das nun ein großer Wurf? Schwer zu sagen. Fakt ist, dass „Bottlenose“ etwas dafür sorgt, eine gewisse Ordnung in seine sozialen Netzwerke zu bekommen. Das bezieht sich in erster Linie natürlich auf die Inhalte, die man versendet und/oder empfängt. Ob man das nun braucht oder nicht und ob die Lösung von „Bottlenose“ im Vergleich zu anderen wirklich (wie die Betreiber uns erklären wollen) besser oder intelligenter ist, das werden vermutlich die Nutzerinnen und Nutzer entscheiden.