Twitter will an die Börse. Das hat der Kurznachrichtendienst zumindest vor ein paar Tagen angekündigt. Und der verpatzte Börsengang von Facebook aus dem vergangenen Jahr scheint den Verantwortlichen bei Twitter noch in guter Erinnerung zu, denn sie scheinen alles daran zu setzen, dass der eigene Börsengang besser abläuft. So ist geplant, vorsichtiger zu agieren, als es damals bei Facebook der Fall war und es sollen weder zu teure noch zu viele Aktien angeboten werden. Statt sich an Facebook zu orientieren, wolle man sich ein Beispiel an LinkedIn nehmen. Dort war der Aktienkurs nach dem Börsengang stark gestiegen, beim Facebook-Börsengang war das Gegenteil der Fall. Aber ist Twitter überhaupt reif für die Börse? Folgende Infografik zeigt aktuelle und wichtige Fakten, die man auf jeden Fall über Twitter wissen muss.

Börsengang: Was man über Twitter wissen muss

Quelle

170 Milliarden Tweets seit 2006

Diese wichtigen Fakten liefert obige Infografik, auf die ich neulich aufmerksam geworden bin. Seit März 2006 gibt es Twitter und in diesen 7 Jahren hat sich einiges getan. Mittlerweile wurden um die 170 Milliarden Tweets versendet – Tendenz steigend.

Über 900 Leute arbeiten bei Twitter und 80 Prozent der User nutzen das soziale Netzwerk vornehmlich mit einem mobilen Endgerät. 200.000 US-Dollar muss man auf den Tisch blättern, wenn man 24 Stunden in den Trending Topics Werbung schalten will.

Interessant: In China hat Twitter die meisten Nutzerinnen und Nutzer – es sind fast 36 Millionen. Problem: Bei Twitter gibt es nur 200 Millionen monatlich aktive User. Das mag auf den ersten Blick eine ganze Menge sein, allerdings sind sehr viele Menschen einfach nur angemeldet, um Nachrichten zu konsumieren – ohne aktiv zu posten.

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Knapp 3 Stunden Verweildauer pro User

Angeblich soll es 20 Millionen Fake-User auf Twitter geben, subjektiv betrachtet scheinen das aber deutlich mehr zu sein. Die Verweildauer aller Twitter-User auf dem sozialen Netzwerk beträgt durchschnittlich 170 Minuten. Sehr viel Zeit für Twitter also, entsprechende Werbung einzublenden, um dann Geld zu verdienen.

Das ist vor allem interessant für Marken und Unternehmen auf Twitter. YouTube ist die populärste Marke auf Twitter und hat 33 Millionen Follower. Der durchschnittliche Twitter-User hat dagegen nur 208 Follower.

Der Firmenwert von Twitter wird aktuell auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt, womit das soziale Netzwerk ganz klar hinter Facebook oder auch Google rangiert. In Bezug auf den zu erwartenden Börsenwert ist Twitter also eher ein kleineres Unternehmen.

Mehr Umsatz und höhere Gewinne durch Werbung

Der Twitter-Börsengang wird sich aber vermutlich trotzdem sehr lohnen. Nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für Anleger. Aus den Schwierigkeiten beim Börsengang von Facebook kann man sich in der Tat viel abgucken, um diese Fehler dann zu vermeiden.

Werbung ist auf Twitter sehr teuer. Wie in der Infografik gezeigt wird, werden 200.000 US-Dollar für eine Werbeanzeige verlangt, die nur 24 Stunden lang eingeblendet wird. Damit spricht Twitter ganz klar nur größere Unternehmen und Marken an, die sich solche Summen auch leisten können.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist Twitter derzeit also kein attraktiver Werbeplatz. Facebook hat allerdings vorgemacht, dass es sehr viele Bereiche gibt, die man werblich „ausschlachten“ kann. Auch auf Twitter ist also damit zu rechnen, dass dieser Bereich ausgebaut wird. Das spätestens dann, wenn das Unternehmen wirklich an der Börse gelistet ist und entsprechend unter Aktionärs-Druck steht, ordentliche Gewinne zu erwirtschaften.