Gegenwind für Google: In letzter Zeit häufen sich negative Schlagzeilen, vor allem die so genannten Experten scheinen es genau vorhersehen zu wollen. Und die Schlagzeilen kommen von überall her, sie prophezeien nichts Gutes. Manch einer hält Google+ nach wie vor für eine Geisterstadt, andere wiederum sehen für die Suchmaschine Google selbst mangels echter Innovationen keine guten Zukunftsaussichten. Google scheint entwicklungstechnisch zu stagnieren, so könnte man denken – und das schreckt Börsianer und Anleger ab. Besonders bedauerlich für das Unternehmen: Google muss sich aktuell gegen einen alten Rivalen geschlagen geben: Microsoft ist 16 nach der Gründung von Google an der Börse wieder wertvoller. Schwerwiegende Demütigung oder notwendiger Weckruf?

Börse von Google gelangweilt

Angeblich zu Wenig Innovationen

Während Microsoft mit Neuerungen wie Windows 10 aufwarten kann, Windows 9 kurzerhand übersprungen hat oder noch vor Apple eine eigene Smartwatch veröffentlichen will, gibt es bei Google derzeit keine weltbewegende Hardware, die den Markt aufrütteln könnte.

Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin müssen bald Taten folgen lassen, auch wenn sie in der Vergangenheit aggressiv am Markt unterwegs waren wie etwa mit Übernahmen von YouTube, Android oder Nest. Doch der Markt scheint müde. Möglicherweise hat Google sich aber auch auf neuen Investitionen ausgeruht und ihre angeblichen Innovationen als Selbstläufer einfach dem Markt überlassen – frei nach dem Motto: „Das wird schon klappen!“.

Man sieht sich offenbar auf der sicheren Seite, schließlich beherrscht man mit der Google-Suche einen Weltmarkt und mit Android das mobile Internet. Doch genau das scheint nicht mehr auszureichen – zumindest nicht für den Aktienmarkt.

Microsoft unterlegen

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Google sieht gegen Microsoft derzeit alt aus. Es fehlt an neuen und bahnbrechenden Idee. Wirft man einen Blick auf die derzeitigen Quartalsgewinne des Unternehmens, so stellt man fest, dass diese von 2,97 auf 2,81 Milliarden Dollar gefallen sind. Im ersten Moment sicher kein Grund zur Sorge, solange man im Milliardensegment agiert – könnte man meinen.

Für ein Unternehmen wie Google ist dies aber ein Alarmzeichen, denn Google ist auf das Wohlwollen der Aktionäre angewiesen, wie jeden US-Unternehmen mit Börsennotierung. Im Vergleich zu anderen Unternehmen ist Google derzeit immer noch einer der wertvollsten Konzerne der Welt, gemeinsam mit Exon, Apple und eben Microsoft.

Das zeigt sich aber nicht in den Umsätzen, denn die sind gegenüber den anderen drei am geringsten. Von Apple beispielsweise wird berichtet, dass das Unternehmen einen Nettogewinn von 8,5 Milliarden verzeichnet. Dagegen sind die 2,8 Milliarden von Google fast nur Peanuts.

Alibaba greift an

Und ein weiterer Gigant erobert aktuell weltweit die Märkte – und die Börse: Alibaba, eine Handels- und Kommunikationsplattform für Unternehmen. Ganze zwei Milliarden Dollar verdiente das chinesische E-Commerce-Unternehmen im zurückliegenden Quartal. Schreitet die Entwicklung weiter so gut voran, dann könnte es für Google eng werden und dann braucht Google neue Erlösquellen und vielleicht auch neue Strategien.

Nicht nur Alibaba steht in den Startlöchern, um Google den Thron im Internet abspenstig zu machen. Auch Facebook oder Amazon wollen ihren Teil vom Kuchen haben – und sind dabei nicht bescheiden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut oder schlecht sich Google halten kann.

Für Laien mögen Rückgänge beim Gewinn von 2,97 auf 2,81 Milliarden eher nach „Jammern auf hohem Niveau“ aussehen, doch wenn die Konkurrenz im vergleichbaren Zeiträumen nur stagniert oder sogar zulegen kann, dann gehen bei Analysten bereits die roten Lampen an – so verrückt das klingen mag.