Soziale Netzwerke wie LinkedIn wissen, wie wichtig Content auf der eigenen Website ist. Nur so kann man den Usern innerhalb des eigenen Netzwerks immer wieder Neuigkeiten bieten. Und nicht nur LinkedIn hat das Problem, dass selbst überhaupt kein Content produziert wird. Lediglich Status-Updates lassen sich, wie auch auf Facebook, mit befreundeten Kontakten teilen. Ab sofort jedoch wird das anders. LinkedIn öffnet sich für alle Mitglieder und erlaubt das Bloggen innerhalb des beruflichen Netzwerks. Das war bisher so nicht möglich: Maximal 600 Zeichen durfte ein Status-Update haben, danach war Schluss. Nachdem man in den letzten Monaten aber mit der „Blog-Funktion“ gute Erfahrungen gemacht hat, wird das Feature global ausgerollt.

Bloggen auf LinkedIn jetzt für alle Mitglieder

Quelle

LinkedIn als Publishing-Plattform

Dafür wird in Kürze bei allen Usern von LinkedIn im Feld für Status-Updates zusätzlich zur Klammer für das Anhängen von Dateien ein Bleistift gezeigt werden. Klickt man diesen Bleistift an, kann ein kompletter Blog-Artikel veröffentlicht werden, als wäre auf einer WordPress-Installation unterwegs. Ein vollständiger Editor ermöglicht die Erstellung eines kompletten Artikels, inklusive Bildern und Links.

Getestet wurde das Feature bisher nur von „Branchen-Größen“, die aufgrund ihres Einflusses in der Lage waren, viele Menschen auf LinkedIn zu erreichen. Dass LinkedIn die Funktion nun für alle User freischaltet, lässt auf die Befürwortung des neuen Formats schließen. Auch LinkedIn braucht Traffic, um seine Nutzerinnen und Nutzer länger auf der eigenen Website binden zu können. Eine längere Verweildauer äußert sich fast immer auch in mehr Seitenabrufen, was letztendlich positiv für die Werbeumsätze ist.

Mit der Freischaltung der neuen Funktion für alle Mitglieder sorgt LinkedIn aber auch dafür, dass sich die User selbst besser und umfangreicher präsentieren können. So ist man ab sofort in der Lage, auch auf LinkedIn mit exklusiven Content-Strategien dafür zu sorgen, dass sich die eigene Reichweite hier dauerhaft verbessert. Diese gestiegene Reichweite lässt sich dann dafür nutzen, um bei bestimmten Themen mehr Traffic für die eigene Website zu generieren. Möglich ist zum Beispiel aber auch ein Blog innerhalb von LinkedIn, der sich zum Beispiel nur mit Themen befasst, die für LinkedIn relevant sind.

[BONUS] Gratis PDF eBook und Checkliste: Lade dir das gratis eBook "10 Internet Marketing Tipps, mit denen du deine Website sofort verbesserst" jetzt runter und mach deine Website in wenigen Schritten erfolgreicher. Klick hier auf diesen Link und starte den Download deines kostenlosen eBooks!

Mehr Sichtbarkeit durch mehr Content

Zusätzlich ist davon auszugehen, dass LinkedIn mit der Öffnung der Funktion für alle deutlich mehr Content ausstoßen wird. Ein Effekt, der sich natürlich positiv auf die Sichtbarkeit in Suchmaschinen wie Google auswirken wird. Wie genau dieser Effekt sein wird, kann sich erst in ein paar Wochen oder sogar Monaten zeigen. Fakt ist jedoch, dass die Chancen, über Google und Co. besser und vor allem mehr gefunden zu werden, steigen werden.

Kalkül bei LinkedIn: Mit mehr organischer Reichweite noch mehr User anlocken, die dann auf LinkedIn aktiv werden. Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken finanziert sich LinkedIn zu einem großen Teil über kostenpflichtige Mitgliedschaften – und das Geschäft läuft gut. 40 Prozent aller LinkedIn-User zahlen für den Premium-Dienst bei dem beruflichen Netzwerk.

LinkedIn profitiert von seiner Öffnung als „Blogging-Plattform“ für alle Mitglieder also gleich in mehreren Punkten. Insgesamt gesehen ein cleverer Schritt, der dafür sorgen wird, dass LinkedIn in der öffentlichen Wahrnehmung mehr stattfindet als bisher. Aktuell kommt das Netzwerk auch circa 250 Millionen aktive Mitglieder weltweit. Das ist schon deutlich mehr als die Konkurrenz, dennoch wird es aber im Interesse des Managements sein, weiter zu wachsen und sich entsprechend von Mitbewerbern abzusetzen, so dass zu eine späteren Zeitpunkt auch Übernahmen möglich sind – für noch mehr Wachstum.