Gute Aussichten für Google. Das vergangene Jahr war das wohl erfolgreichste der Unternehmensgeschichte, mit knapp zehn (!) Milliarden Dollar Gewinn (bei 37,9 Milliarden Dollar Umsatz). Das könnte auch an der Einführung des sozialen Netzwerks Google+ gelegen haben, das aber seit seiner Freischaltung nicht nur positive Reaktionen erzeugt. Besonders die Datenschutzbestimmungen (durch die intensivere Verknüpfung der Google-Serviceangebote) von Google+ und Google sind und waren umstritten.

Bei Google wächst die Angst...

Schwerwiegende Fehler?

Einige schwere Fehler seien im Zuge des Starts von Google+ passiert, ist sich Suchmaschinenexperte Whit Andrews sicher. Dies teilte er in einem Interview mit „Futurezone“ mit. Google versucht derzeit von verschiedenen Seiten Facebook die Stirn zu bieten. Das heißt auch, in der eigenen Suchmaschine die Einträge von Google Plus zu bevorzugen.

In den USA gibt es zusätzliche eine stärker personalisierte Suche, die die Einträge von Facebook und Twitter weitesgehend außen vor lässt und nur die Postings aus dem eigenen Serviceangebot bevorzugt. Google begründet dies jedoch mit der noch neuen Funktion, die sich aktuell in der Überarbeitung (besser gesagt „Beta“-Stadium) befindet.

Experten gehen davon aus, dass manch unausgereifte Idee aus dem Hause Google mit der rasanten Entwicklung Facebooks zu tun hat, das unter anderem derzeit seinen Börsengang vorbereitet.

Bei Google wächst die Angst, möglicherweise den Anschluss zu verlieren und mit seinem eigenen sozialen Netzwerk nicht mit der Ernsthaftigkeit Facebooks mithalten zu können. Und schließlich geht es auch um Werbeeinnahmen, von denen Google zwar auch gut leben kann, die aber nicht die selbe Tragweite haben wie es beim Mitbewerber derzeit der Fall ist.

Von einem Scheitern von Google+ kann jedoch keine Rede sein. Man ist auf einem guten Weg und letztendlich arbeiten bei Google ja auch keine Dilettanten. Es bleibt also abzuwarten, wie schnell Google sein Serviceangebot aufpeppen und angleichen kann, um langfristig mithalten zu können.