Worum geht’s beim Online Marketing? Reichweite um jeden Preis? Absetzen von Markenbotschaften? Nein, es geht darum, Menschen für etwas zu begeistern und dafür zu sorgen, dass sie sich mit dem Produkt, der Marke oder der Dienstleistung identifizieren oder zumindest Vertrauen schöpfen. So sinkt die Hemmschwelle und man baut mit der Zeit loyale Kunden oder Leser auf. Dafür gibt es allerdings einiges zu tun. Im Internet dreht sich alles um den Content. Eines meiner aktuellen Lieblingszitate ist: „Content ist nicht mehr King, Content ist Gott!“ Es gefällt mir so gut, weil es erstens aus einer Quelle stammt, die sich mit damit sehr gut auskennt und zweitens die ultimative Richtung zeigt, in das Online Marketing marschiert. Ziel sind dauerhafte und möglichst hoch- und mehrwertige Inhalte. Und wenn man sich schon mit diesem Thema beschäftigt, kann man auch gleich versuchen, einmal begeisterte Nutzer immer und immer wieder zu begeistern. Mit Artikelserien klappt das gut. Dieser Artikel erklärt dir, was eine Artikelserie ist und wie du sie am besten einsetzt, um Nutzer an deine Website oder dein Produkt zu binden.

Artikelserien zur erfolgreichen Nutzerbindung einsetzen

Bild: rangizzz, fotolia.com

Sinn und Zweck einer Artikelserie

Eine Artikelserie widmet sich in der Regel einem bestimmten Thema. Je nach Ausrichtung einer Website wird ein thematischer Bereich mit der Artikelserie intensiv beleuchtet und im Laufe der Zeit entsprechend detailliert dargestellt.

Das führt dazu, dass sich Nutzer einer Website enger binden lassen. Das Prinzip ist aus vielen anderen Medien bekannt. TV-Serien funktionieren so. Und wer erinnert sich nicht an den Starschnitt aus der Bravo? Auch dort ging es darum, die Nutzer (also Käufer der Zeitschrift, die Leser) an das Produkt zu binden.

Für eine Website lässt sich das auch anwenden. Wichtig ist, dass ein Plan existiert. Wieder Parallelen zum Starschnitt: Das Produkt an sich ist in diesem Fall die Strategie. Stück für Stück wird daran gearbeitet, bis man zum Schluss ein komplettes Ergebnis vorfindet.

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Strategische Planung der Themen

Im Internet lässt sich eine Artikelserie quasi endlos fortführen. Der bekannte Webmaster-Friday ist dafür ein Beispiel. Bevor man aber losgeht und eine Artikelserie startet, bedarf es einer guten Vorbereitung, die in einer individuellen Strategie münden muss.

Ganz zu Anfang sollte das Thema ermittelt werden. Das kann ein spezieller Bereich sein oder viele Themen aus einer übergeordneten Kategorie. Man kann zum Beispiel eine Artikelserie nur über Linkaufbau veröffentlichen oder sich SEO als übergeordnetes Thema herauspicken.

Zu dieser strategischen Planung gehört außerdem, dass die einzelnen Beiträge geplant werden müssen. Wann wird welcher Artikel erscheinen? Sofern spätere Artikel auf früher veröffentlichten basieren, muss das berücksichtigt werden. Diese Überlegungen lassen sich gut in einem Redaktionsplan dokumentieren, so dass es nicht zu terminlichen Schwierigkeiten bei der Veröffentlichung kommen wird.

Nutzer nicht enttäuschen

Ist die Artikelserie gestartet, dann gibt es kein Zurück. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich vorab im Klaren zu sein, ob es eine endlose Serie wird oder nicht. Hat man nur eine bestimmte Anzahl von Themen, die im Rahmen der Serie verarbeitet werden, dann gestaltet sich die Planung einfacher.

Auch kann man bei der Ausführung schon vorab darauf hinweisen, dass es nur eine bestimmte Anzahl an Folgen geben wird. So herrscht von Anfang an Klarheit und wenn die Serie beendet ist, gibt es keine enttäuschten Nutzer.

Bei einer Endlos-Serie muss das ebenfalls berücksichtigt werden. Hier wird es schwierig, wenn man mittendrin plötzlich aufhört. Andererseits lässt sich eine solche Artikelserie auch wiederbeleben. Entscheidend bei der Ausführung ist die genaue Beachtung des Redaktionsplans. Wenn ein Termin ausfällt, kann das komplette Konstrukt wertlos werden, wenn man nicht die Möglichkeit hat, Termine auszutauschen oder zu verschieben.

Keine Optimierung ohne Messung

Auch bei einer Artikelserie ist die Messung des Erfolgs besonders wichtig. Weiß man nicht, wie einzelne Folgen angekommen sind, dann lässt sich nicht gut optimieren. Ohne eine sinnvolle Optimierung aber bleibt viel Potenzial ungenutzt, noch mehr Nutzer zu erreichen und zu binden.

Sinnvolle Kennzahlen für die Messung des Erfolgs der eigenen Artikelserie sind zum Beispiel die Anzahl der Unique Visits oder die Menge der sozialen Signale. Auch entstandene Links sind ein guter Indikator, der allerdings nicht sofort zur Verfügung steht.

Mit den ersten beiden Werten lässt sich schon gut ermitteln, welche Folgen der Artikelserie erfolgreich waren und welche nicht. Voraussetzung ist, dass Rahmenbedingungen wie Tag oder Uhrzeit identisch sind. Andernfalls sind sinnvolle Messungen nicht möglich, weil es eine Verzerrung gibt.

Vieles lässt sich verbessern

Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse lassen sich laufende Artikelserien optimieren. Bei der Optimierung muss alles auf den Prüfstand. Hat man in den eigenen Messungen herausgefunden, welche Folgen nicht gut funktioniert haben, dann bietet sich ein Vergleich mit populären Folgen an.

Die Unterschiede können hier den Ausschlag geben und liefern wichtige Hinweise für die Optimierung. Wendet man diese Erkenntnisse dann auf künftige Veröffentlichungen im Rahmen der Artikelserie an, wird man mehr Nutzer erreichen und dementsprechend auch besser an sich binden können.

Optimierungen sollten laufend gemacht werden. So lernt man aus dem Prozess und kann diesen Prozess immer weiter verbessern. Das gilt nicht nur für die Inhalte, sondern auch für Abläufe und Vorgehensweisen. Überall dort, wo sich Verbesserungspotenzial auftun, gibt es Hebel zur Verbesserung der Artikelserie.

Fazit

Auch Artikelserien unterliegen einer aufwendigen strategischen Planung. Bei Erfolg lassen sich so aber nicht nur neue Nutzer gewinnen und zu Stammlesern machen. Auch bestehende User werden den sinnvollen Output zu schätzen wissen und entsprechend loyaler werden.

Das wirkt sich langfristig auf den Erfolg einer Website aus und macht sie populärer. Vor allem für soziale Netzwerke ein guter Mehrwert, der sich auch glaubwürdig vermitteln lässt. Einer der größten Vorteile für Leute, die ständig nach neuen Themen suchen, ist aber die Artikelserie an sich.

Mit ihr sorgt man dafür, dass man zumindest für einen festen Termin immer frischen Content hat und diesen auch publizieren kann. So bleibt der Kopf frei für Überlegungen, was man sonst noch veröffentlichen will. Die Artikelserie nimmt Webmastern also Arbeit ab. Der wichtigste Effekt ist und bleibt aber die Möglichkeit, Nutzer zu binden und sie zu Stammlesern zu machen. Denn nur so steigen mittel- bis langfristig Traffic und Reichweite.