Die Resonanz war überwältigend. Heute vor acht Tagen ging Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) auf Tätersuche im letzten Tatort. Doch auch zum Ablauf des Spielfilms wurde der Täter nicht gefunden – und das war Absicht: „Der Wald steht schwarz und schweiget“ ist der Name des SWR-Tatorts, der derzeit noch immer für Gesprächsstoff sorgt und für Aufruhr im Web, zum Beispiel auf im eigenen Twitter-Account.

YouTube statt TV

Der Hashtag „Tatort“ fand sich bei Twitter am Abend der Sendung besonders häufig. Das Besondere am vergangenen Tatort: Die komplette Folge war auf YouTube zeitlich begrenzt zu sehen und es gab einen Twitter-Stream via Videotext-Einblendung, abgesehen davon dass der Zuschauer hinterher selbst die Zügel in die Hand nehmen musste, um selbst Kommissar zu spielen.

Ermittlung als Onlinespiel

Auf der Videotextseite wurden während der Sendung einige Tweets eingeblendet. Aber auch wer bisher keinen eigenen Twitter oder Facebook-Account hat, konnte mitmachen. Es wurde nur ein Spielername gebraucht – und ein Passwort. Im Spiel wurde man dann erst ins Tutorial geleitet bevor man mit der Suche starten, Dialoge führen und Dinge untersuchen konnte. Ein Onlinespiel, in dem es nicht nur darum geht, sich mit anderen auszutauschen, sondern wie ein Computerspiel, eine Art Adventure.

Abstimmung im Internet

Schließlich ging es dann darum, Zeugen zu befragen, die Gerichtsmedizin die Leichen untersuchen zu lassen, Beweismittel unter die Lupe zu nehmen und Verdächtige zu verhören. Dann musste man an der Abstimmung teilnehmen und den Täter „raten“. Fortsetzung im Internet: Ein Zukunftsmodell? Der „Tatort“ im Netz ist in diesem Fall gut angelaufen – immerhin brach der Server zwischenzeitlich kommplett zusammen.