Apple-Mitbegründer Steve „The Woz“ Wozniak ist oft als gern gesehener Gast auf Veranstaltungen und Konferenzen anzutreffen. Sein Know-How in Sachen Technik gilt als unschlagbar, was ihn als Berater oft unentbehrlich macht. Außerdem hat er ein gutes Repertoire, was das technische Hintergrundwissen der IT-Branche betrifft. Er wird gerne gefragt und antwortet entsprechend offen. Unter anderem richtete er sich jetzt in einem Plädoyer gegen Smartwatches aufgrund des fehlenden Mehrwertes. Er fände es nur sinnvoll, wenn sie ein Smartphone ersetzen könnten und größere Displays vorzuweisen hätten. Schon 2013 war er dieser Ansicht und daran hat sich bis heute offenbar nichts geändert. Das bringt ihm nicht nur Sympathien ein, bei vielen stößt Wozniak aber auch auf Verständnis.

Apple-Mitbegründer Wozniak kritisiert Smartwatches

Smartwatches für Wozniak uninteressant

Für Wozniak sind Smartwatches uninteressant und unnütz wie eh und je.

So hält er unter anderem auch die Samsung Galaxy Gear für die unattraktivste Smartwatch, die auf dem Markt zu finden ist – natürlich, schließlich stammt sie auch nicht aus dem Hause Apple.

Er hat die Smartwatch sogar getestet und befand sie für so schlecht, dass er sie im Onlineauktionshaus Ebay noch am selben Tag verkauft hat.

Keine wirklich gute Wertung und grundsätzlich ein vernichtendes Urteil, dass „The Woz“ hier abgibt.

Keine Innovationschancen

Damit aber nicht genug, auch andere Smartwatches und auch ein Google-Glass-Exemplar fielen Wozniak in die Hände.

Die Datenbrille wird von Google demnächst wahrscheinlich auch in anderen Staaten außerhalb der USA eingeführt, Wozniak allerdings hält nichts von ihr und beschreibt ihre Absatzchancen als schlecht.

Sie hätte zwar einen Nutzen, aber leider nicht genug, um für die Masse geeignet zu sein.

Er ist der Meinung, dass ein Produkt nicht zwangsläufig gut sein muss, nur weil ein Haufen Unternehmen auf derselben Schiene fahren und gegenseitig auf einen Zug aufspringen.

Aber wenn ein Unternehmen so sehr von einer Innovation überzeugt ist und sich mit einem perfekten Produkt gut auf dem Markt positioniert, dann kann es auch funktionieren, so Wozniaks Einschätzung – wirklich daran glauben kann er aber nicht.

Nur Apple kann die Smartwatch rocken

Und hier kommt dann Apple ins Spiel. Niemand kann sagen, ob es von dem Unternehmen eine Smartwatch geben wird (obwohl die Chancen dafür aktuell sehr gut stehen).

Halbe Sachen macht man bei Apple jedenfalls nicht, insofern ist Apple auch laut Wozniak eine der Firmen, die eine Smartwatch erfolgreich etablieren könnte.

Denn bei Apple wird ein Produkt generell erst ausgereift, dafür aber sehr viel später vorgestellt als es mit vielen Kompromissen zu schnell auf den Markt zu werfen.

Wozniak hat nach wie vor einen guten Draht zu Apple und ist gut informiert. Dennoch ließ er sich nicht entlocken, ob Apple nun an einer Smartwatch arbeitet oder nicht.

Viele glauben daran, dass die „iWatch“ im Herbst vorgestellt wird.

Es bleibt spannend.