Bequem und schnell geliefert, das ist der Service, den Amazon hierzulande und in vielen anderen Teilen der Welt bietet und auf den viele Kunden vertrauen. Zusatzlieferprogramme garantieren sogar eine 24-Stunden-Lieferung. 6 Tage in der Woche wird ausgeliefert, nicht nur bei Amazon, sondern generell natürlich, montags bis samstags. 6 Tage, fehlt eigentlich nur noch der Sonntag. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, bedarf es einiger ausgefallener Konzepte, doch die aktuelle Idee ist denkbar einfach. Alle Bewohner im Bereich New York und Los Angeles können, wenn sie gute Kunden sind, demnächst in den Genuss kommen, denn Amazon will dort auch sonntags ausliefern. Das gilt vorerst aber nur für Prime-Kunden. Wer die Voraussetzungen erfüllt oder schlicht und ergreifend mehr zahlt, kann sich bald also auch dann beliefern lassen, wenn alle anderen frei haben.

Amazon will auch sonntags liefern

Rasante Entwicklung

Üblicherweise erhält der Prime-Kunde die Lieferung kostenlos garantiert innerhalb von zwei Tagen und das soll nun eben auch am Sonntag gelten. Diese geplante Entwicklung soll im kommenden Jahr manifestiert und ausgabeut werden. US-Metropolen wie Phoenix, Houston oder auch Dallas sollen dazu kommen. Wie das ganze im Detail funktioniert, erklärte kürzlich Dave Clark, der Vizepräsident für internationale Geschäfte bei Amazon.

Wer beispielsweise an einem Freitag etwas bestellt, muss nicht bis Montag warten, sondern erhält die Lieferung bereits garantiert am Sonntag. Das kann für Kurzentschlossene durchaus die Rettung sein, zum Beispiel, wenn es darum geht, für den bevorstehenden Urlaub am Montag noch eben schnell etwas Notwendiges zu bestellen. In den USA und bald darüber hinaus wird dann an sieben Tagen die Woche ausgeliefert.

Der Primekunde zahlt in den USA jährlich 79 US-Dollar und bekommt dafür dann aber auch kostenlose Lieferungen. Zusätzlich bekommt der Kunde Zugang zur so genannten Prime-Instant-Videothek und kann die Kindle-Leihbücherei nutzen.

Sonntags-Lieferungen auch in Deutschland möglich?

Bei uns muss man dagegen weniger tief in die Tasche greifen. 29 Euro im Jahr kostet eine Prime-Mitgliedschaft. Ob aber auch das Konzept der Lieferungen am Sonntag hierzulande bei uns umgesetzt werden kann, ist fraglich. Dienste wie DHL oder Hermes müssten dafür zunächst die richtigen Strukturen schaffen, von der vermutlich mangelnden Begeisterung beim Personal ganz zu schweigen.

Vielleicht ließe sich aber einer der anderen Dienstleister wie UPS ins Boot holen, aber würde sich der Aufwand lohnen, extra für Amazon die jeweilige Firmenstruktur für Lieferungen am Sonntag anzupassen? Und riefe das nicht die Mitbewerber auf den Plan? Selbst wenn sich ein Auslieferer finden würde, kann man sicher sein, dass die Politik auch noch ein Wörtchen mitreden will, gleiches gilt für Kirchen und Angestelltenverbände.

Im schwierigsten Fall wären dafür auch Gesetzesänderungen notwendig. Allerdings, und auch das wäre eine Variante, könnte Amazon einfach selbst einen privaten Versandservice aus der Taufe heben. Der Hermes-Versand ist auf ähnliche Weise entstanden, nämlich als Tochter des Otto-Konzerns.