Mit Slogans, die sich gegen Facebook und Twitter richten, hat der im Besitz von Microsoft befindliche Webcamdienst Skype eine millionenschwere Kampagne in England und den USA gestartet. Der Servicedienst macht sich unter anderem über die 140 Zeichen von Twitter lustig, mit denen sich schließlich kein ordentliches Face-to-face-Gespräch führen lassen und eine Echtzeitkonversation mit Webcam nicht möglich sei.

Aggressive Skype-Werbung gegen Twitter, Facebook und Co.

Generell hat das aggressive Werben das Ziel, auf die beschränkten Möglichkeiten der sozialen Netzwerke aufmerksam zu machen. Zwölf Millionen Dollar werden für die „It’s time for Skype“ Kampagne mit Bannern und Plakaten investiert, um Nutzer zu gewinnen, die bislang eher nur mit Kurznachrichten kommunizieren.

In einem Werbeslogan heißt es beispielsweise „140 characters doesn’t equal staying in touch“. Skype geht es unter anderem auch darum, Freunden von Kurznachrichten die reale Welt wieder vor Augen zu führen und die soziale und menschliche Komponente dabei nicht zu vergessen. Zusätzlich zu Bannern und Plakaten denkt man auch darüber nach, Anzeigen auf den Seiten der Netzwerke zu schalten, um die potenziellen „Kunden“ direkt dort abzuholen, wo sie sich die meiste Zeit aufhalten.

Seit Anfang April ist die Werbekampagne in den für Skype wichtigsten Ländern USA und Großbritannien zu sehen. Bei Erfolg sei es laut Firmenangaben durchaus möglich, auch in anderen Ländern die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter großflächig auf dem hart umkämpften Markt anzugreifen.