Twitter will bald an die Börse und es Facebook gleich tun. Das ist ein sinnvoller Schritt, schließlich ist auch Twitter seit Jahren auf Wachstumskurs. Und ein erfolgreicher Börsengang wird dafür sorgen, dass Twitter noch besser wachsen kann – denn dann ist mehr Geld zum Expandieren da. Der oft gern als „Kurznachrichtendienst“ bezeichnete Anbieter lebt, wie viele andere soziale Netzwerke auch, von den durch die Nutzerinnen und Nutzer eingestellten Inhalten. Man hat also selbst grundsätzlich nichts zu bieten und ist darauf angewiesen, dass die User kräftig twittern. Das klappt im Prinzip auch gut, trotzdem gibt es immer wieder Leute, die das nicht so richtig auf die Reihe bekommen – dabei kann es so einfach sein. Dennoch gibt es Fehler, die auf Twitter immer wieder gemacht werden, die aber vermeidbar sind. 7 dieser Twitter Fehler dokumentiere ich hier. Bitte nicht nachmachen!

7 Twitter Fehler, die viel zu oft gemacht werden

Bild: epantha, fotolia.com

1. Schlechtes Profilbild

Der erste Eindruck zählt und das gilt auch auf Twitter. Weil man selbst nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten hat, muss man dringend auf ein gutes Profilbild achten. „Gut“ ist in diesem Zusammenhang subjektiv – allerdings gibt es einige Merkmale, die so gut wie jedes „schlechte“ Profilbild hat.

Und die sind leicht zu erkennen. Schlechte Beleuchtung, sich beißende Farben oder ungünstige Posen sind nur drei Beispiele für offensichtliche „schlechte“ Merkmale eines Profilbilds. Zur Vermeidung dieses Twitter Fehlers muss man sich schlicht und ergreifend überlegen, wie man nach außen am optimalsten wahrgenommen werden will.

Es mag Leute geben, die wollen auf ihren Profilbildern schlecht aussehen. Spätestens aber, wenn man Twitter als Marketing-Kanal nutzen will, sollte man dafür sorgen, dass man deutlich zu erkennen ist und sich gut präsentiert. Das zeugt von einer gewissen Professionalität, die dann auch auf die eigenen Inhalte schließen lässt.

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2. Exzessives Ego-Tweeting

Ego-Tweeting ist die „Kunst“, nur von sich selbst zu twittern. Das mag vielen Leuten in der subjektiven Wahrnehmung als erstrebenswert erscheinen. Ist es aber nicht. Viel wichtiger ist es, auf Twitter sowohl als Person mit hochwertigem eigenem Output bekannt zu werden, gleichzeitig aber als „Content Curator“ in Erscheinung zu treten.

Es geht also darum, nicht den Twitter Fehler zu begehen und immer nur dann aktiv zu sein, wenn man selbst etwas zu verlautbaren hast. Man sollte auf jeden Fall Inhalte von Dritten aufgreifen, die für die eigenen Follower interessant sein können.

So sorgt man dafür, dass man nicht nur für die eigenen Inhalte geschätzt wird, sondern auch als Multiplikator und in diesem Zug später auch als Influencer bekannt ist. Das ist wichtig, weil sich so ein verstärktes Vertrauensverhältnis aufbauen lässt – und es zahlt sich definitiv für die eigene Reputation aus.

3. Zu viele Hashtags

Hashtags sind eine gute Sache und dank Twitter wurden sie auch bei Google+ und Facebook salonfähig. Das Problem mit Hashtags: Sie stören den Lesefluss. Was eigentlich der verbesserten Struktur eines Tweets zu Gute kommen soll, bewirkt oft das Gegenteil.

Das liegt daran, dass manche User nicht verstanden haben, wie Hashtags wirklich sinnvoll eingesetzt werden. Die Unart, am Ende eines Tweets massenhaft Hashtags einzufügen und so den kompletten Tweet erneut zusammenzufassen, hat in den vergangenen Jahren zwar nachgelassen, ist aber noch immer anzutreffen.

Problematisch sind zu viele Hashtags auch, weil sie schlicht und ergreifend nicht das Konversations-Verhalten von Menschen wiederspiegeln. Niemand unterhält sich ernsthaft im Stil eines Telegramms. Und weil soziale Netzwerke in erster Linie von Menschen mit Inhalten befüllt werden, sollten dann auch die Unterhalten so geartet sein, dass man eben mit Menschen spricht und nicht mit Maschinen.

4. Retweets ohne inhaltliches Konzept

„Content Curator“ zu sein ist ein Ziel des Marketings mit Twitter. Es ist aber einer der besonders nervigen Twitter Fehler, wenn Inhalte völlig wahl- und ziellos weiterverbreitet werden. Dafür sollte man ein grundsätzliches Konzept haben, weil man andernfalls einfach nur ein Mehraufkommen an Tweets erzeugt.

Dieses wahllose Mehraufkommen sorgt bestenfalls dafür, dass die Timelines der eigenen Follower verstopft werden. Wirkliche Mehrwerte werden auf diese Weise aber nicht unbedingt geboten. Wer den richtigen Leuten folgt, der wird auch schnell herausfinden, woher die wirklich guten Inhalte kommen.

Solche Inhalte müssen dann natürlich verbreitet werden, sei es durch einen direkten Retweet oder durch das Aufgreifen von Content, auf den man aufmerksam geworden ist. So wird man dann als „Content Curator“ gern zitiert und ebenfalls weiterverbreitet. Ein Plan bei der Distribution fremder Inhalte sorgt dafür, dass man als seriöse und mehrwertige Quelle wahrgenommen wird. Das verbessert Außenwirkung und Reputation.

5. Fehlende Biografie

Soziale Netzwerke sind ganz eng mit Begriffen wie „Reputation“ oder „Außenwirkung“ verknüpft. Schon allein deswegen muss man seine Biografie auf Twitter entsprechend aussagekräftig gestalten – nur so kann man andere Personen initial auf sich aufmerksam machen und dafür sorgen, dass man im Gedächtnis bleibt.

Eine aussagekräftige Biografie auf Twitter gehört in den gleichen marketingtechnischen Zusammenhang wie das Profilbild, der Inhalt eigener Tweets oder auch das Hintergrundbild, das auf der Plattform genutzt wird. Als Gesamtbild sorgen diese Elemente dafür, dass man selbst viel mehr Sichtbarkeit und somit Aufmerksamkeit bekommt.

Mit der eigenen Twitter-Biografie kann man zudem auch auf die eigene Website hinweisen. Wer das auf die Spitze treiben will, erstellt eine Landing Page, die speziell für Besucher gedacht ist, die auf einen Link in der Biografie klicken. Auf dieser Landing Page lassen sich dann Inhalte platzieren, die besondere Mehrwerte im Hinblick auf Twitter bieten. So verbessert man die Chancen für mehr neue Follower ganz extrem.

6. Zu viele Tweets

Dass man hervorragenden Content haben muss, um auf Twitter zu überleben, versteht sich meiner Ansicht nach von selbst. Leider kann aber auch der beste Content nerven, wenn die Frequenz einfach zu hoch ist. Eine zu hohe Anzahl von Tweets in einem bestimmten Zeitraum ist eher kontraproduktiv.

Wann genau es zu viele Tweets sind kann pauschal nicht beziffert werden. Hier kommt es auf das generelle Umfeld des Users an, der oder die für den Output verantwortlich ist. In der Regel wird relativ schnell deutlich, wann es zu viel des Guten ist und im Zweifel bekommt man sogar direktes Feedback von der eigenen Community.

Damit man selbst diesen Twitter Fehler vermeidet, hilft die Erstellung eines speziellen Redaktionsplans. Wer auf diese Weise arbeitet, kommt gar nicht erst in die Versuchung, zu viele Tweets abzusetzen, weil von Anfang an klar ist, wie oft man Neuigkeiten postet.

7. Schlechtes Timing

Der schon genannte Redaktionsplan ist allerdings nur die halbe Miete. Es reicht nicht zu wissen, welche Inhalte veröffentlicht werden sollen. Es ist ebenso wichtig, dass Tweets zur jeweils richtigen Zeit veröffentlicht werden. Spätestens hier geht es um das besonders wichtige Thema „Social Timing“.

Als soziales Netzwerk unterscheidet sich Twitter nicht signifikant von anderen Netzwerken wir Facebook oder Google+. Und es ist einleuchtend: Man erreicht mehr User, wenn man an einem Werktag morgens um 10 Uhr twittert statt nachts um drei. Zu dieser Zeit sitzen weniger Menschen vor ihren Rechnern und auch mobil sind weniger Leute erreichbar.

Das richtige Timing kann also über Erfolg und Misserfolg eines Tweets entscheiden. Problem: Es lässt sich nicht immer eindeutig vorher abschätzen, wann der Impact eines Tweets am stärksten ist. So kann auch eine bewährte Uhrzeit nicht funktionieren, weil in manchen Region aktuell ein Feiertag ist. Tools wie Hootsuite bieten Funktionen an, mit denen sich der beste Zeitpunkt für einen Tweet automatisch ermitteln lässt. Das klappt recht gut und ist insofern empfehlenswert, wenn man den Twitter Fehler mit dem falschen Zeitpunkt für seine Tweets vermeiden will.