Twitter-Traffic ist wie jede andere Traffic-Quelle grundsätzlich eine gute Sache. Das wird oft gern vergessen, denn erstens hat Twitter in Deutschland noch immer so recht die Kurve zum einflussreichen sozialen Netzwerk geschafft. Zweitens klingt Twitter aus seinen Gründungszeiten noch heute der Spam-Vorwurf nach. Es stimmt, in den ersten drei bis vier Jahren seiner Existenz war Twitter regelrecht verseucht. Das hat sich mittlerweile aber geändert und so sehe ich Twitter heute als notwendiges Tool, nicht nur im Traffic-Mix, sondern auch ganz generell in jeder Strategie zum Content Marketing. Twitter-Traffic ist wichtig, weil er in den Mix gehört – und das ist wichtig: Wer nicht von einzelnen Traffic-Quellen wie Google abhängig sein will, muss sich auf mehrere Beine stellen. Twitter ist eines dieser Beine. Wie aber bekommt man mehr Traffic direkt von Twitter?

7 einfache Tipps für viel mehr Twitter-Traffic

1. Aussagekräftige Biografie kreieren

Es fängt wie so oft beim Profil an. Aus meiner Sicht nach wie vor einer der Knackpunkte vieler Profile ist die Biografie, oder einfacher gesagt: Ein paar sinnvolle Wörter zu einer Person oder einem Unternehmen.

Wer mehr Twitter-Traffic generieren will, muss zunächst mal Reichweite aufbauen. Der Aufbau von Reichweite funktioniert nicht, wenn man eine Biografie abliefert, die nicht aussagekräftig ist. Darum empfiehlt es sich, einfach, kurz und eingängig zu erklären, was man selbst tut und warum es sinnvoll, einem zu folgen.

Diese Infos lassen sich in der Biografie verewigen und wer potenziellen Followern erklärt, warum sich das Folgen lohnt, wird auch mehr Follower bekommen.

2. Echte Follower aufbauen

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Wo wir grad bei den Followern sind: Hier muss man selbst durch Qualität überzeugen, damit man die richtigen Personen anzieht. „Followe me and I follow you back“ werden viele von euch sicher schon auf Twitter gelesen haben. Das ist der falsche Weg.

Man muss selbst Gründe liefern, warum jemand dem eigenen Twitter-Profil folgt und das kann nur über hochwertige Inhalte funktionieren, die anderen einen konkreten Mehrwert bieten. Das kann eine interessante News sein – aber auch die konkrete Anleitung zur Lösung eines Problems. Je hochwertiger der Content, desto besser.

Selbstverständlich muss man darauf achten, die korrekte Zielgruppe erreicht. Das allerdings wird von selbst passieren, wenn man bestimmte Themen beackert. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass diese Themen sich mit dem decken müssen, mit dem man sich ohnehin tagtäglich befasst – schaden kann es aber auch nicht…

3. Hashtags nutzen

Ich persönlich bin kein großer Fans von Hashtags (ob nun auf Twitter, Facebook oder Google+), aber es zeigt sich immer öfter, dass Hashtags besonders auf Twitter gut funktionieren. Grundsätzlich stört mich ein Hashtag im Lesefluss und manche Leute nutzen Hashtags derart konzeptlos und inflationär, dass ich einen Tweet schlicht und ergreifend nicht lese, wenn er aus mehr als fünf Hashtags besteht.

Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass bei diesem Thema auch Vorlieben einzelner User eine Rolle spielen. Fakt ist, dass sinnvoll platzierte Hashtags dazu führen können, dass man vor allem bei populären Themen deutlich höhere Chancen auf sehr viel Twitter-Traffic haben kann – wenn man es richtig macht.

Zwei Hashtags zum Beispiel, die innerhalb eines Tweets platziert werden und nicht am Anfang oder am Ende stehen, sind auf jeden Fall zielführend und können dafür sorgen, dass man bei reichweitenstarken Themen (Stichwort: „Trending Topics“) mitunter einen großen Batzen Traffic bekommt.

4. Call-To-Action verwenden

Ich erinnere mich gut an die Zeiten, als man den User im Internet nicht bevormunden durfte. Alle sollten alles selbst erfahren und es war verpönt, irgendwelche Vorschriften zu machen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und ich predige immer wieder, dass sich die User freuen, wenn es klare Ansagen gibt.

Im Klartext: Viele User tun tatsächlich das, was man ihnen in mit einem Tweet sagt. Damit das aber klappt, braucht es einen guten Call-To-Action. Das ist neudeutsch und früher sagte man dazu „Handlungsaufforderung“. Der Vorteil eines deutlich, sinnvoll und klar kommunizierten Call-To-Actions liegt auf der Hand: Ich nutze die Reichweite auf Twitter, um entsprechend Traffic zu ziehen. Die Chance, dass jemand auf einen Link in einem Tweet klickt, weil dort geschrieben wurde, dass man das tun soll, ist deutlich höher, als wenn das dort nicht steht.

Für den Twitter-Traffic sind passende Handlungsaufforderungen also eine gute Sache und deshalb sollte man davon Gebrauch machen und sich nicht hinter Pseudo-Höflichkeiten verstecken. Zu offensiv darf es allerdings auch nicht – Fingerspitzengefühl ist gefragt. Zusammen mit ein paar breit angelegten Tests eine unschlagbare Mischung.

5. Zur richtigen Zeit twittern

„Auch wenn der Zeiger steht, die Zeit vergeht“, sagte ein früherer Kollege immer gern zu mir. Und er lag definitiv richtig, denn das zeitliche Empfinden ist stark abhängig von der jeweiligen Person. Was für den einen eine Ewigkeit ist, empfindet die andere als kurzweilige Abwechslung. Fakt ist, dass die Zeit auch bei Twitter eine große Rolle spielt.

Wer mehr Twitter-Traffic generieren will, muss das beachten. Nachts um zwei Uhr wird man wenig User erreichen. Sieben Stunden später sieht das ganz anders auch. Das berühmt-berüchtigte „Social Timing“ ist auch auf Twitter ganz klar abhängig von der eigenen Zielgruppen. So werden Business-Themen werktags besser funktionieren als am Wochenende, weil sich viele Leute auch nur am Arbeitsplatz mit solchen Themen befassen.

Am Wochenende laufen dann Themen wir Sport, Reise oder Unterhaltung deutlich besser. Das ist ganz natürlich und keine Zauberei – man muss es eben einfach nur wissen. Das Internet steckt voller Tools, um den besten Zeitpunkt für die eignen Tweets zu ermitteln. Eines dieser Tools ist Tweriod, das ich wärmstens empfehlen kann.

6. Influencer erwähnen

Soziale Netzwerke leben von menschlichen Interaktionen. Das wird gern oft vergessen, vor allem wenn große Unternehmen oder Konzerne meinen, sich mit dem Thema beschäftigen zu müssen. Und so kommt da oft auch nicht mehr als ein digitalisierter Werbeprospekt heraus, der dann auf Twitter gepostet wird – in kleine Portionen gehackt, immer wieder.

Aber das ist heute nicht das Thema! Es geht darum, dass es sich lohnen kann, Multiplikatoren und Influencer in den eigenen Tweets zu erwähnen. Wenn man etwas von ihnen retweetet sowieso, denn auch diese Leute freuen sich, wenn ihre Inhalte verbreitet werden. Der Vorteil: Das Erwähnen solcher User kann dazu führen, dass auch eigene Inhalte aufgegriffen werden. Wenn das der Fall ist, kommt mitunter jede Menge zusätzlicher Twitter-Traffic zusammen.

Diese Vorgehensweise gilt übrigens nicht nur für Influencer und Multiplikatoren, sondern auch für „ganz normale“ User und Follower. Wenn man weiß, dass bestimmte Personen aus der eigenen Followerschaft sich für ein bestimmtes Thema ganz besonders interessieren können, dann schadet eine Erwähnung nicht. Ganz im Gegenteil: Auch hier ist die Chance, dass das Thema aufgenommen wird, im Vergleich zur Nicht-Erwähnung deutlich höher.

7. Mit anderen interagieren

Menschliche Interaktionen sind in der Tat wichtig. Ich persönlich begreife oft nicht, warum andere das in Bezug auf soziale Netzwerke nicht einsehen wollen. Teilweise scheint die Denkweise so zu sein, dass das Menschliche ja nicht so wichtig sein kann, schließlich funktioniert das alles über Computer.

Twitter und andere soziale Netzwerke wären ohne das Miteinander so gut wie nichts wert. Auch feinster Content nützt nichts, wenn er nicht beurteilt, geteilt, bewertet und diskutiert wird. Deswegen ist die Interaktion mit anderen so wichtig, auch auf Twitter. Dem Twitter-Traffic schadet das auf jeden Fall nicht, ganz im Gegenteil.

Wer mit anderen interagiert, sei es nun zu einem konkreten Thema, man sich für Retweets bedankt oder sich einfach nur über eine Veranstaltung unterhält – all diese Bausteine sorgen dafür, dass innerhalb der eigenen Community mehr passiert. Wertschätzung für Dritte spielt eine große Rolle, auch ganz normale User auf Twitter freuen sich, wenn man sie selbst erwähnt, um sich zum Beispiel eben für einen Retweet zu bedanken.

Fazit

Es mag aufwendig sein, eine Twitter-Strategie zu entwickeln. Und auch mehr Twitter-Traffic kommt nicht über Nacht. Wer sich allerdings hinsetzt und mal ganz genau überlegt, welche Maßnahmen sinnvoll sein könnten und diese Maßnahmen dann mit Erfahrungen aus dem ganz normalen Leben abgleicht, hat schon einen großen Schritt nach vorn gemacht. Twitter ist eindeutig mehr als 140 Zeichen. Einzig die Ansprache, das Verteilen der Inhalte und der Aufbau einer Community können anspruchsvoll sein. Es ist aber noch kein Meister vom Himmel gefallen. Viel praktische Erfahrung und jede Menge Übung und der Wunsch, immer wieder neue Möglichkeiten auszuprobieren, führen letztendlich aber an das Ziel.