Social Media Mythen halten sich wie viele andere Mythen im Online Marketing auch sehr hartnäckig und die Bandbreite ist entsprechend groß. Oft sind es Missverständnisse, die schon seit Jahren durch das Internet geistern und oft halten sie sich einfach nur deshalb so hartnäckig, weil sich niemand die Mühe macht, mal genau zu hinterfragen. Doch damit ist jetzt Schluss! Zumindest für 6 ausgewählte Social Media Mythen zeigt eine neue Infografik aus den USA, was wirklich dahintersteckt – und was eigentlich richtig ist. An diese „Anweisung“ muss man sich dann im Endeffekt nur noch halten, um auf dem richtigen Weg zu bleiben. Doch lasst uns etwas genauer werden: welche Social Media Mythen sind das genau, die die Infografik entzaubert? Das erkläre ich im folgenden Artikel.

6 entzauberte Social Media Mythen

Quelle

Massive Vorurteile und Halbwissen

Social Media ist auch immer Social Sharing. Die „Kunst“ also, Inhalte so teilen zu lassen, dass der ursprüngliche Verfasser des Contents eine möglichst hohe Reichweite erzielen kann.

Die richtige (oder besser „unrichtige“) Vorgehensweise beim Social Sharing gehört auf jeden Fall zu den ganz großen Social Media Mythen. Diese gilt es zu entzaubern.

Wie macht man das am besten? Klar, mit harten Fakten – und genau dieses Konzept verfolgt die Infografik, die bloße Vermutung dem gegenüberstellt, wie es wirklich ist.

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Social Media Mythos #1: Inhalte direkt auf Facebook oder Twitter werden mehr geteilt

Hauptsächlich geht es bei den Social Media Mythen, wie könnte es anders sein, um Facebook und Twitter. So hält sich seit Jahren die Meinung, dass die meisten Inhalte innerhalb von Facebook oder Twitter geteilt werden, wenn sie sich bereits in diesen sozialen Netzwerken befinden.

Stimmt nicht! Fast drei Viertel aller Inhalte wird via Copy & Paste geteilt und landet erst dann auf Facebook oder Twitter, wenn jemand den Content von einer externen Quelle aufnimmt und dann direkt auf Facebook oder Twitter „ablädt“.

Interessante Information am Rande: Auch wenn Smartphones mit Android extrem stark verbreitet wird, kommt der Großteil der via Copy & Paste verbreiteten Inhalte doch von Geräten, die mit iOS laufen.

Social Media Mythos #2: Es ist egal, welche URL zum Verbreiten von Inhalten genutzt wird

Auf dem zweiten Platz der Social Media Mythen ist die fälschliche Annahme, dass die User sozialer Netzwerke auf Inhalte klicken, ganz egal, wie der Link dazu aussieht. Es soll also egal sein, ob es sich um eine Vanity-URL handelt oder um einen URL-Verkürzer.

Stimmt nicht! Wird ein Inhalt über eine Vanity-URL verbreitet, dann passiert das um 25 Prozent mehr, als wenn zum Beispiel ein nicht aussagekräftiger URL-Verkürzer genutzt wird.

Das bedeutet, dass die User sehr wohl auf den Link an sich schauen und sich überlegen, was sich dahinter verbergen könnte. Erkennen Sie die Quelle nicht sofort oder erscheint sie ihnen nicht vertrauenswürdig, dann wird auch nicht (oder eher 25 Prozent weniger) geklickt.

Social Media Mythos #3: Gekürzte Links funktionieren immer gleich gut

Wie gesagt, Social Media Mythen halten sich hartnäckig und auch die Annahme, dass gekürzte Links immer gleich gut funktionieren, egal an welchem Tag sie gepostet werden, lässt sich scheinbar nicht aus den Köpfen verdrängen. Dabei stimmt auch dieses „Vorurteil“ nicht.

Ganz im Gegenteil! Laut aktuellen Untersuchungen, auf denen diese Infografik basiert, funktionieren gekürzte Links dienstags am besten.

Mehr noch: Im Vergleich zu gekürzten Links, die an anderen Wochentagen veröffentlich werden, haben die „Dienstags-Links“ eine wesentlich längere Lebensdauer und werden auch noch Tage später weiterverbreitet.

Social Media Mythos #4: Inhalte von Marken und Brands funktionieren am Wochenende besser

Ebenfalls einer der ganz großen Social Media Mythen ist die fälschliche Vermutung, dass die Inhalte bekannter und großer Marken am Wochenende besser als werktags funktionieren. Hintergrund dieser Annahme ist, dass die User am Wochenende mehr Zeit hätten, um sich mit diesen Inhalten zu beschäftigen.

Deshalb versuchen immer mehr Marken und große Brands in letzter Zeit, auch am Wochenende Inhalte zu veröffentlichen, damit mehr User darauf aufmerksam werden. Wie sich gezeigt hat, ist das aber keine wirklich sinnvolle Strategie.

Die Interaktionen sind außerhalb von Wochenenden um fast 50 Prozent höher. Um es am Beispiel „Sport“ auszudrücken: Montags und dienstags wird vier Mal so viel über Sport „gesprochen“, wie das am Wochenende der Fall ist. Das zeigt, dass das Interesse schon hoch ist, wenn der Sport „passiert“, allerdings ist die „Nachberichterstattung“ oder das Bedürfnis, sich nach einem Spiel darüber zu unterhalten, sehr viel höher.

Social Media Mythos #5: „Millennials“ und junge Leute teilen grundsätzlich viel mehr Inhalte

Einer der eher lustigen Social Media Mythen ist der mit den jungen Leuten. So gehen viele Menschen davon aus, dass junge Leute und auch die berühmt-berüchtigten „Millennials“ viel mehr Inhalte in auf Facebook und Co. teilen und entsprechend auch mehr interagieren.

Stimmt nicht, denn ältere User, die in sozialen Netzwerken unterwegs sind, teilen viel mehr und sind auch deutlich interaktiver. 41 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer zwischen 55 und 64 Jahren teilen und interagieren, bei den „Millennials“ und den jungen Menschen sind es nur 19 Prozent, immer bezogen auf Inhalte, die von Marken und Brands veröffentlicht wurden.

Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass die immer wieder heraufbeschworene Gefahr, man würde junge Leute (zum Beispiel auf Facebook) verlieren, zwar real sein mag – durch die älteren User aber nicht nur aufgefangen, sondern egalisiert wird. Mehr noch: Die älteren User sorgen dafür, dass letztendlich viel mehr Content geteilt wird. Gleiches gilt für die Interaktionsraten.

Social Media Mythos #6: Der beste (meiste) Traffic kommt von Facebook

Stimmt nicht! Zumindest in den USA kommt deutlich mehr Traffic via Twitter, als das über Facebook der Fall ist – doppelt so viel Zugriffe liefert Twitter aus, wenn es darum geht, Besucher von dort auf die eigene Website zu bekommen.

Bei diesem Social Media Mythos gelten allerdings regionale Besonderheiten. Für den deutschsprachigen Raum würde ich das so nicht unterschreiben, denn hierzulande ist Twitter nicht mal annähernd so stark, wie das in den USA der Fall ist.

Allerdings zeigt es, dass wir bei vielen Social Media Mythen einfach davon ausgehen, dass die transportierten Informationen hingenommen werden. Frei nach dem Motto: „Das wird schon stimmen!“ Viele der in dieser Infografik gezeigten Social Media Mythen zeigen, dass es sich eben doch lohnt, solche Zusammenhänge zu hinterfragen.