Facebook hat sich im letzten und in diesem Jahr auch bei uns in Deutschland etabliert. Facebook Marketing, also der Einsatz von speziell für Facebook erdachten Marketing-Maßnahmen, wird deswegen immer populärer. „Facebook für Unternehmen“ war in den letzten Monaten ebenfalls immer wieder ein stark nachgefragtes Thema. Wie aber richtet man eine Facebook Unternehmensseite so ein, dass sie auch einen konkreten Mehrwert für andere bietet und gleichzeitig dem Unternehmen nutzt?

Dieser Frage möchte ich mit diesem Artikel anhand einiger Tipps aus der Praxis beantworten. Wer also Marketing-Aktivitäten bei Facebook für Unternehmen (egal ob nun sein eigenes oder fremde) plant oder anbieten will, dem möchte ich die folgenden Zeilen ans Herz legen.

1. Der erste Eindruck

Ähnlich wie bei einer Website ist es wichtig, dass man beim ersten Eindruck einen möglichst guten Eindruck hinterlässt. Für eine Facebook Unternehmensseite bedeutet das zunächst, dass natürlich die Corporate Identity gewahrt werden muss. Die Facebook Unternehmensseite ist immer nur eine Ergänzung der Website, niemals ein Ersatz. Logo, Farben und andere Elemente, die zur Wiedererkennung wichtig sind, dürfen also auf keinen Fall fehlen.

Gleiches gilt für den Namen der Facebook Unternehmensseite. Die Fanpage sollte sich im Namen (sofern möglich) nicht von dem der Website unterscheiden. Andernfalls kann es zu Irritationen bei potenziellen Fans führen.

2. Gute Inhalte mit Mehrwert

Eine erfolgreiche Facebook Unternehmensseite erkennt man auf den ersten Blick unter anderem auch an der Anzahl der Fans. Ähnlich wie bei einer Website gilt für eine Fanpage bei Facebook, dass man eine kritische Masse erreichen muss, damit die Reichweite anfängt zu wachsen, um dann kontinuierlich zu steigen. Die bloße Anzahl der Fans ist aber nicht zwingen ein Indiz dafür, dass die Facebook Unternehmensseite wirklich gut frequentiert wird. Wichtiger ist die Interaktionsrate. Wie viele Leute erreicht man also mit seinen Inhalten? Wie viele Personen reagieren auf die Inhalte (durch Likes, Shares oder Kommentare)? Die Anzahl der Interkationen sollte so hoch wie möglich sein.

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Das bedeutet, dass man seinen Fans (und solchen, die es werden wollen/sollen) Inhalte anbieten muss, die ein gewisses virales Potenzial beinhalten. Einfach nur die News von der Website via RSS-Feed anzuzapfen und dieses 1 zu 1 auf der Facebook Unternehmensseite abzubilden wird nicht viel bringen. Vielmehr sollte auf der Facebook Unternehmensseite ein Mehrwert geschaffen werden, so dass Fans und deren Freunde mehr Anreize zur Interaktion bekommen.

3. Mehr Reichweite durch Apps

Dank der Apps bei Facebook kann man eine Facebook Unternehmensseite mit unendlich vielen Anwendungen aufwerten. In diesem Kontext sind z. B. Spiele oder Verlosungen sehr beliebt. Sehr gut kommen auch immer solche Apps an, die wieder einen Mehrwert bieten.

Hat man also z. B. eine Website, bei der um Jobangebote gibt, dann wird es sich lohnen, wenn man für seine Facebook Unternehmensseite eine App anbietet, auf der es ein paar weitere Jobs gibt, die man auf der Website eben nicht findet. Weil diese „Extra-Jobs“ nur für Fans der Fanpage sichtbar sind, erzeugt man eine Exklusivität. Fans bekommen einen eindeutigen Mehrwert und fühlen sich zudem geschmeichelt, weil sie echte Vorteile gegenüber anderen genießen, die kein Fan der betreffenden Facebook Unternehmensseite sind.

Auch bei den Apps ist es sinnvoll, immer den viralen Aspekt im Hinterkopf zu behalten. Bietet man mit der App Inhalte an, die echten Mehrwert bieten, dann wird eine solche App auch eher weiterempfohlen. So sorgt man dafür, dass sich die Fanbase der eigenen Facebook Unternehmensseite stetig vergrößert.

4. Echtes Community-Management

Eine Facebook Unternehmensseite ist eine Community, ähnlich wie man das von Foren kennt. Allerdings verbreiten sich Inhalte bei Facebook im Zweifel sehr viel schneller. Aus diesem Grund braucht man für die Betreuung einer Facebook Unternehmensseite einen Community-Manager, der sich komplett um die Fanpage kümmert und hier neue Inhalte einstellt, auf Fragen antwortet, Kommentare, Like und Shares überwacht, Kritik aufnimmt und darauf, sofern notwendig, auch eingeht.

Auch wichtig: Alle Fans ernst nehmen und auf deren Kommentare, Wünsche und Anregungen reagieren. Tut man das nicht, nur halbherzig oder zu spät, dann kann das sehr schnell nach hinten losgehen und man verspielt sehr viel Vertrauen, dass man danach nur sehr mühsam wieder zurückgewinnen kann.

Für eine erfolgreiche Facebook Unternehmensseite ist es also absolut notwendig, dass man die Community ständig im Blick hat, ihr immer neue Inhalte mit Mehrwert bietet und mit ihr interagiert, sofern sich das machen lässt.

5. Externe Einbindung, Suchmaschinenoptimierung und andere Netzwerke

Weil eine Facebook Unternehmensseite kein Ersatz für eine schon länger bestehende Website eines Unternehmens ist, schadet es nicht, wenn man auch außerhalb on Facebook auf die Facebook Unternehmensseite aufmerksam macht. Facebook selbst bietet dafür zahlreiche „Social Plugins“ an, von der Like Box über den Like Button bis hin zu einer kompletten Kommentarfunktion, die man auf seiner Website nutzen kann. Diese Plugins kann und sollte man auf seiner Website einbinden, natürlich im Rahmen dessen, was möglich ist.

Dezente Einbindungen bringen mehr, als die komplette Website mit Plugins zu übersähen. Das wird kein Besucher gut finden. Der Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ebenfalls zu beachten. Grundsätzlich ist eine Facebook Unternehmensseite eine ganz normale Website, die den bekannten Gesetzen folgt. Daher ist es sinnvoll, die Möglichkeiten der Onpage-Optimierung einer Facebook Unternehmensseite voll auszuschöpfen.

Und auch beim Linkaufbau kann man einiges erreichen, wenn man die Sache nachhaltig und mit der passenden Strategie angeht. Bleiben zum Schluss noch andere Netzwerke in denen man aktiv ist. Egal, ob es sich dabei um Xing, Twitter, Google Plus oder YouTube handelt – wo man auf seine Facebook Unternehmensseite hinweisen kann, sollte man das tun. Natürlich nicht ständig und immerzu. In gewissen Abständen und angemessenem Umfang allerdings kann es nicht schaden.