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Freitag, 16. Dezember 2011

5 Gefahren beim Relaunch einer Website

Die eigene Website einem Relaunch zu unterziehen und “alles neu” zu machen ist für viele Webmaster immer wieder sehr verlockend. In vielen Fällen ist es auch notwendig, weil ein Projekt in Teilaspekten oder auch als ganzes einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Bei der Neugestaltung eines Projekts kann jedoch viel schiefgehen. Aus diesem Grund möchte ich heute beispielhaft 5 Gefahren beim Relaunch einer Website aufführen.

1. Wechsel des Hosters

Es kommt vor, dass eine Website extrem wächst. Bei Projekten, die eine starke Wachstumsrate vorweisen, brauchen die Verantwortlichen oft mehr Platz, mehr Power, mehr Scripte, etc. Dann kann es vorkommen, dass der alte Hoster einfach nicht mehr genug bieten kann. Eine neuer Anbieter muss her. In einem solchen Fall sollte man sich auf jeden Fall ausnahmlos für einen guten, soliden und seriösen Anbieter entscheiden.

Wichtig ist zum Beispiel, ob der neue Anbieter die Seiten des Projekts gleich schnell oder schneller als der alter Hoster ausliefern kann. Besonders dann, wenn das Projekt aus einer Wachstumsphase in den Relaunch geht, ist das essentiell. Nichts ist ärgerlicher, als das Wachstum selbst, wenn auch unabsichtlich, vorsätzlich abzuwürgen. Am besten bleibt man, sofern zufrieden, beim alten Hoster und schaut, ob es dort stärkere Pakete oder Server gibt.

2. Änderung der Domain

Ein beliebter Fehler und somit eine der größten Gefahren beim Relaunch einer Website ist die Änderung des Domainnamens. Das kann viele Gründe haben. Grundsätzlich gilt, dass das, was sich bisher unter einer Domain befunden hat, dort auch bleiben sollte. Nicht nur aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung! Ein treuer Leser eines Onlinemagazins wird im ersten Augenblick verunsichert sein, wenn sich die Domain komplett ändert. Möglicherweise geht das mehreren Leuten so und schon hat man ein paar Stammleser verloren.

Das muss nicht sein! Rein SEO-technisch gibt es natürlich Mittel und Wege, die Power einer alten Domain zum neuen Angebot mitzunehmen. Allerdings ist auch dies mit Mehrarbeit verbunden und hier und da kann Power in unbekannte Kanäle abfließen. Dieser “Juice” ist dann weg und kommt in vielen Fällen auch nicht wieder. Aus diesem Grund sollte man die Domain beibehalten und nur im äußersten Notfall einen Wechsel in Betracht ziehen.

Bildquelle: Sebastian Fuss | pixelio.de

3. Löschen von Seiten mit Backlinks

Gilt eigentlich nicht nur für Seiten, die Backlinks haben, sondern generell für alle Seiten. Auch hier: Rein SEO-technisch kann man die Backlinks von gelöschten Unterseiten auffangen, umleiten und so “recyceln”. 100%ig klappt das jedoch nicht und bei der Masse der Änderungen, die eine Suchmaschine wie zum Beispiel Google pro Jahr an seinem Algorithmus, kann es sein, dass plötzlich mal die Sache mit den Weiterleitungen anders oder abgewertet wird.

In einem solchen Fall guckt man in die Röhre. Es macht also Sinn, die Konsistenz zu erhalten. Es spricht nichts dagegen, alte Seiten zu behalten. Man hat zahlreiche Möglichkeiten, um sie in das neue Umfeld zu integrieren, ohne entscheidende Änderungen oder gar Löschungen durchführen zu müssen. Im Zweifel sollte man kreativ sein.

4. Veränderung der internen Verlinkung

Eine weitere der größten Gefahren beim Relaunch einer Website ist die Veränderung der internen Verlinkung. Sofern ein Projekt vor einem Relaunch in Sachen interne Verlinkung gut aufgestellt war, dann sollte sich daran auch nichts ändern. Es kann extrem nach hinten losgehen, wenn man an einer guten internen Linkstruktur herumbastelt. Insofern gilt: Bestehende Strukturen sollten möglichst nicht verändert werden. Das bezieht sich im Übrigen natürlich auch auf die Dateinamen! Ähnlich wie die Domain sollte sich in diesem Punkt überhaupt nichts ändern, denn: Ändern sich die Seitennamen nicht, dann bleibt auch die interne Verlinkung so wie sie ist.

Links abschalten, umleiten oder umwandeln macht eigentlich keinen Sinn. Auch über die Änderung der Positionen der internen Links auf einer jeweiligen Seite im Quelltext sollte man vorher nachdenken. Es gibt Webmaster, die im Zuge eines Relaunch zu echten “Terminierungsmaßnahmen” greifen und wirklich alles ändern. Solche “Orgien” kann sich vielleicht ein richtig großes Onlinemagazin leisten, bei dem man davon ausgehen kann, dass es ohnehin pro Tag extrem viele neue Links bekommt. In einem solchen Fall kann man den Kahlschlag vielleicht verschmerzen. Für viele andere Websites kann ein solches Vorgehen den langsamen aber sicheren Tod bedeuten.

5. Einführung neuer oder anderer Techniken

Auch die Einführung neuer oder anderer Techniken stellt eine der Gefahren beim Relaunch einer Website dar. So ist zum Beispiel der Wechsel des CMS nicht unproblematisch, weil sich auch hier sehr viele interne Strukturen ändern können. Das wirkt sich im Zweifel negativ auf Dinge wie interne oder externe Verlinkung auf, um nur zwei Beispiel zu nennen.

Auch der Einsatz neuer Element wie zum Beispiel Flash ist nicht empfehlenswert. Suchmaschinen haben mit Flash Probleme und können damit nicht wirklich gut umgehen.

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1 direkter Kommentar:

  1. [...] richtige URL kommt übrigens auch gern unter die Räder, wenn Betreiber von Websites einen Relaunch durchführen. Es gibt hier mehrere Stolpersteine, aber die Änderung der “richtigen URL” kann sich als fataler Fehler erweisen. Aus [...]

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