25 Jahre SEO? Doch, tatsächlich – wenn du Archie und Gopher, zwei sehr frühe Versuche, Informationen im Internet zu verwalten und zu archivieren, zu diesem Themenbereich dazuzählst, dann trifft es wirklich zu. Archie wurde 1990 speziell für das Indexieren von FTP-Archiven entwickelt und Gopher ist ein Vorläufer des WWW, der 1991 an der Universität von Minnesota in den USA entwickelt wurde – und selbstverständlich konnten auch schon diese Dienste „suchmaschinentechnisch optimiert“ werden. Wo eine Suche ist, die nach bestimmten Merkmalen fandet, kann schließlich auch immer eine Datei angeboten werden, die diese bestimmten Merkmale unterstützt. Nicht anderes zeichnet Suchmaschinenoptimierung bis heute aus. Doch was hat sich von 1990 bis 2015 außerdem getan? Das erfährst du in diesem Report:

25 Jahre SEO: Das Abenteuer geht weiter

Quelle

Suchmaschinen kommen und gehen, SEO bleibt

Ja, Archie und Gopher waren primitiv, aber sie gelten als die ersten Versuche, um Informationen aus Systemen, die dem späteren Internet gleichen, zu extrahieren. Das war schon vor 25 Jahren notwendig, denn niemand fischt gern im Trüben.

Schon immer war es wichtig, Mechanismen zur Verfügung zu stellen, die Informationen finden und zusammentragen. Letztendlich macht Google bis heute auch nichts anderes, allerdings natürlich auf einem deutlich anspruchsvolleren Niveau.

Suchmaschinen kamen und gingen, doch Suchmaschinenoptimierung ist bei heute eine der wichtigsten Disziplinen überhaupt geblieben. Auch wenn soziale Netzwerke immer mehr zu riesigen Traffic-Maschinen werden – bei Google schlecht oder gar nicht zu erscheinen ist ein echter Wettbewerbsnachteil.

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Google ist und bleibt eine Klasse für sich

1993 kam excite und spätestens 1994 wurde das damals junge Internet mit Diensten wie Yahoo oder Lycos wirklich „durchsuchbar“. Auch wenn man es bei Yahoo damals mit abenteuerlichen Mitteln nach oben schaffte (zum Beispiel den Titel der eigenen Website mit „AAAAAAA“ am Anfang zu versehen – ähnliches Prinzip also wie im Telefonbuch), war der Anfang gemacht.

1997 erschien Google auf der Bildfläche und zeigte schon damals echte Ansprüche, das Internet anders zu durchsuchen und vor allem die Ergebnisse dieser Suche anders zu gewichten. Wir alle wissen, dass die vielbeschworene Relevanz das Ergebnis dieser Anstrengungen war – und bis heute ist.

1998 kam dann auch noch Microsoft auf die Idee, mit „MSN“ eine erste Suchmaschine auf den Markt zu werfen. Mittlerweile heißt das Produkt „Bing“, doch die Relevanz hat ich den letzten 17 Jahren nicht wirklich zugenommen – auch wegen der sich entwickelnden Marktmacht von Google.

Die „SEO-Industrie“ entsteht

1997 wurde nicht nur Google gelauncht, auch kluge Köpfe wie Danny Sullivan hatten erkannt, dass die Suche im Internet wichtig ist und dass man dafür weitere Ressourcen brauchen würde. Deswegen gründete er „Search Engine Watch„, ein der einflussreichsten Websites zum Thema.

1999 gab es die erste Konferenz zum Thema: Die „Search Engine Strategies Conference“ versammelte erstmals führende Köpfe der noch jungen Branche und ermöglichte den Austausch untereinander. Noch heute ist die „SES“ eine der erfolgreichsten Konferenzen mit Veranstaltungen überall auf der Welt.

Ganze vier Jahre dauerte es, bis 2003 die ebenfalls sehr bekannte Website „Search Engine Journal“ ins Leben gerufen wurde und ein Jahr später kam mit SEOMOZ (heute nur noch als „Moz“ bekannt) ein weiteres Schwergewicht dazu – sechs Jahre später hatte dann auch Rand Fishkin, der Gründer von Moz, mit der „Mozcon“ eine eigene Konferenz auf die Beine gestellt.

Rasanter Aufstieg von Google

Keine andere Suchmaschine hat das Internet so stark geprägt wie Google. Schon wenige Jahre nach dem Start 1997 war Google in den meisten großen Märkten erfolgreich vertreten und wurde immer bekannter – und erfolgreicher.

Zahlreiche Updates sorgten immer wieder dafür, dass sich die Qualität von Google verbesserte, denn für Google zählt und zählte schon immer ausschließlich die „User Experience“. Aus diesem Grund ist Google selbst am meisten von den eigenen Suchergebnissen abhängig – werden diese Ergebnisse schlechter, sind die User enttäuscht und nutzen Google weniger häufig.

Genau das will Google um jeden Preis vermeiden, denn andernfalls würden auch die Einnahmen aus den bezahlten Suchergebnissen sinken. Logisch: Wenn weniger Menschen Google als Suchmaschine benutzen, dann gibt es entsprechend auch weniger Nachfrager der Werbung – die Einnahmen sinken.

Google optimiert sich immer wieder selbst

Google Updates schrecken die weltweite SEO-Gemeinschaft in regelmäßigen Abständen auf, denn fast immer wird versucht, Schwachstellen bei Google auszunutzen – bis Google diese Schwachstellen beseitigt, meistens mit einem Update. Vor allem in den letzten Jahren hat Google mit zahlreichen Panda- und Pinguin-Updates dafür gesorgt, dass SEO immer anspruchsvoller wird.

Schon früh wurden manipulative Methoden wie Keyword Stuffing bekämpft und beseitigt, mit „Google Analytics“ bekamen Webmaster 2005 die Möglichkeit, den eigenen Traffic kostenlos zu tracken und 2006 verbannte Google BMW für ein paar Tagen wegen des verbotenen Cloakings und der Nutzung von „Doorway Pages“ aus dem deutschen und internationalen Index.

Solche Exempel statuiert Google seitdem immer mal wieder ganz gern – quasi als abschreckendes Beispiel. So wurden erst 2014 einige Netzwerke, die sich auf Linkverkauf spezialisiert hatten, enttarnt – was die De-Indexierung vieler Websites zur Folge hatte.

SEO ist zu einem Business geworden

SEO hat sich in den letzten 25 Jahren definitiv sehr stark entwickelt. Aus einer Disziplin, die lange in den Kinderschuhen steckte, hat sich eine wichtige Industrie innerhalb des Online Marketings entwickelt.

Suchmaschinen wie Google haben nach wie vor die gleichen Ziele: Sie wollen ihren Usern die besten Ergebnisse zu individuellen Suchanfragen liefern und das möglichst schnell und detailliert. Daraus folgt die Notwendigkeit, dass sich Konzerne wie Google immer wieder neu erfinden müssen – und auch dafür sorgen müssen, ständig technische Neuerungen einzuführen, die den eigenen Algorithmus verbessern.

Lange Jahre sah es so aus, als könne man mit minderwertigen Methoden in der Suchmaschinenoptimierung dauerhaft erfolgreich sein. Die Updates der letzten Jahre und auch der veränderte Anspruch der User haben gezeigt, dass das heute nicht mehr so einfach möglich ist.

Fazit

SEO ist sehr viel anspruchsvoller geworden und hat sich im wahrsten Sinne des Wortes von einer zarten Pflanze zu einem mächtigen Baum entwickelt. Ohne SEO ist erfolgreiches Online Marketing heute nicht möglich – und auch früher war das schon oft so.

Und obwohl Suchmaschinenoptimierung paradoxerweise auf nur ein paar Prinzipien basiert, die sorgfältig und sinnvoll angewendet werden müssen, ist es in seiner Komplexität kaum zu überbieten – möglicherweise ist einer der Gründe, warum auch heute noch immer wieder versucht wird, vor allem Google „zu gamen“.

Qualitativ hochwertige Inhalte haben sich schon immer durchgesetzt und letztendlich ist auch Google daran interessiert, nur solche Inhalte bei sich aufzunehmen, die selbst diesen Anspruch erfüllen. Die SEO-Konkurrenz ist hart.